17. April 2026

Deckenfresco im Stil der Renaissance

Mein letzter Auftrag war bisher eines der schönsten und der herausforderndsten Projekte! Über Instagram erhielt ich die Anfrage eine Decke im Stil der alten Meister zu gestalten, worüber ich mich total gefreut habe. Die Schwierigkeit bestand aber darin, dass das Ganze in eine Gewölbedecke gemalt werden sollte. Durch meine Erfahrung und auch immer mal verrückten Projekte im Theater, entschied ich mich dafür, die Malerei auf Stoff anzufertigen und diesen dann in das Gewölbe zu spannen.

Für so einen Auftrag fertige ich vorab einen konkreten Entwurf, um alle Wünsche und Ideen zu visualisieren und kostentechnisch alles einschätzen zu können. Meine gesammelten Kunstbände erhielten nun ihre verdiente Aufmerksamkeit! Ein Ausschnitt der sixtinischen Kapelle, etwas abgewandelt, ist in der Malerei zu finden. Die farbliche Gestaltung begrenzt sich auf Pastell und Beigetöne. Das ellipsenförmige Format lässt die Malerei wie ein Fenster erscheien und greift auf hier Stilmittel der Epoche auf.

Typisch wie die gewählte Farbe und Form, ist für die Renaissance die realistische Darstellung des Menschen. Sfumto bezeichnet die weichen Übergänge in der Malerei und Licht und Schatten spielen eine zentrale Rolle im Bildaufbau. Mythologische Darstellungen, die perspektivische Darstellung und Harmonie im Bild bestimmen den Geist der Zeit.

Die Freskomalerei war schon in der ägyptischen Malerei verbreitet. Der Begriff Fresco bedeutet übersetzt ins Frische. Man arbeitet in den frischen Putz mit eingesumpften Pigmenten hinein. Es gibt allerdings auch eine trockene secco Technik. Bis heute sind durch diese Technik wunderschöne Wandmalereien erhalten.

Für meinen Auftrag habe ich mich an der Zentralperspektive orientiert und in meine Ellipse einen Kreis zur Orientierung gezeichnet. Anhand dieser Linie wurden dann alle Elemente angeordnet, sodass es insgesamt harmonisch aussieht und sich gleichzeitig eine Perspektive in den Himmel herauf ergibt. Das hellste Licht sitzt somit im Zentrum der Ellipse. Die Malerei der Figuren habe ich in lasierender Technik umgesetzt.

Um final das Fresko zu imitieren gab es zum Schluss über das gesamte Bild Risse zu malen. Hierzu eignen sich am Besten sehr feine Schriftenpinsel oder auch die Spitze einer Feder. Man fasst am schmalen Ende des Pinsels an und lässt lockeren Bewegungen über die Leinwand hüpfen. Je lockerer und unkontrollierter, desto realistischer werden die Risse. In alten Ölgemälden und Wandmalereien nennt man das auch Craquelee.

Angebracht habe ich das Ganze dann in der wunderschönen Stadt Münster in einem Schlafzimmer. Mit einer Schablone habe ich Klettverschluss an der Decke verschraubt und dann das Ganze an die Decke gespannt!

Hast du Fragen zum Projekt? Freu mich über eure Kommentare!

An der Decke montiert

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